Skip to the main content.

2 min read

Plan-Ist-Vergleiche richtig nutzen: So entstehen bessere Entscheidungen

Plan-Ist-Vergleiche richtig nutzen: So entstehen bessere Entscheidungen

Plan-Ist-Vergleiche richtig nutzen: So entstehen bessere Entscheidungen   Symbolbild Sprachausgabe 

 

Kurzfassung (TL;DR)

  • Der Plan-Ist-Vergleich ist ein zentrales Steuerungsinstrument im Controlling

  • Abweichungen sind kein Fehler, sondern wertvolle Informationen

  • Entscheidend ist die Ursachenanalyse, nicht das reine Abweichungsreporting

  • Gute Plan-Ist-Vergleiche verbinden GuV, Liquidität und operative Treiber

  • Richtig genutzt, verbessert der Plan-Ist-Vergleich Entscheidungen und Prognosen


 

Warum der Plan-Ist-Vergleich oft unterschätzt wird

In vielen Unternehmen existiert der Plan-Ist-Vergleich nur formal:

  • monatlicher Bericht

  • rote und grüne Zahlen

  • kurze Kommentierung

Doch häufig bleibt unklar:

  • Warum Abweichungen entstehen

  • Welche Auswirkungen sie haben

  • Welche Entscheidungen daraus folgen

Der Plan-Ist-Vergleich verkommt dann zur Rückschau – statt zur Steuerung.


 

Was ist ein Plan-Ist-Vergleich?

Der Plan-Ist-Vergleich stellt geplante Werte den tatsächlich eingetretenen Ergebnissen gegenüber.

Verglichen werden u. a.:

  • Umsätze

  • Kosten

  • Ergebnis

  • Cashflows

  • Liquiditätsbestände

Ziel ist es, Abweichungen zu erkennen, zu verstehen und daraus Maßnahmen abzuleiten.

 

Diese Webseite zeigt ein Tool, das diese Soll-Ist-Vergleiche automatisch erzeugt. So können Zeit und Aufmerksamkeit vollständig in die Analyse und die Maßnahmenplanung investiert werden: https://www.companyon.de/planung-auswertung


 

Warum Abweichungen kein Problem sind

 

Ein häufiger Denkfehler:

„Abweichungen bedeuten schlechte Planung.“

Tatsächlich gilt:

  • Planung ist immer "nur" eine Annahme über die Zukunft

  • Die Realität weicht zwangsläufig davon ab

Abweichungen sind daher vollkommen normal und wertvoll für die Entscheidungsfindung und mögliche Anpassungen.

Entscheidend ist nicht, dass es Abweichungen gibt, sondern:

  • wie früh sie erkannt werden

  • wie gut sie erklärt werden

  • wie konsequent darauf reagiert wird


 

Typische Schwächen klassischer Plan-Ist-Vergleiche

 

1. Fokus auf Zahlen statt Ursachen

Viele Berichte zeigen:

  • Abweichung absolut

  • Abweichung in Prozent

Aber nicht:

  • operative Gründe

  • strukturelle Effekte

  • zeitliche Verschiebungen

2. Zu grobe Aggregation

Ein Gesamtumsatz sagt wenig darüber aus:

  • welche Produkte

  • welche Kunden

  • welche Regionen

die Abweichung verursachen.

3. Keine Verbindung zur Liquidität

GuV-Abweichungen werden zwar analysiert, mögliche Liquiditätseffekte bleiben aber unberücksichtigt.


 

Der Plan-Ist-Vergleich als Entscheidungsinstrument

Ein wirksamer Plan-Ist-Vergleich beantwortet drei Kernfragen:

  1. Was ist anders als geplant?

  2. Warum ist es anders?

  3. Was bedeutet das für die Zukunft?

Er liefert damit:

  • Entscheidungsgrundlagen

  • Frühwarnsignale

  • Input für Forecasts


 

GuV, Liquidität und operative Treiber verbinden

Ein moderner Plan-Ist-Vergleich betrachtet nicht isoliert:

  • Umsatz

  • Kosten

  • Ergebnis

sondern verknüpft:

  • Ertragslage

  • Zahlungsströme

  • operative Kennzahlen

Beispiel:

  • Umsatz planmäßig

  • Forderungen höher als geplant
    ➡️ Liquidität schlechter als erwartet

Ohne integrierten Blick bleibt dieses Risiko unsichtbar.


 

Plan-Ist-Vergleich und Forecast

Der größte Mehrwert entsteht, wenn der Plan-Ist-Vergleich:

  • nicht rückwärts

  • sondern nach vorne

wirkt.

Abweichungen liefern:

  • bessere Annahmen

  • realistischere Prognosen

  • belastbare Forecasts

So wird Planung zu einem lernenden System.


 

Wie oft sollte ein Plan-Ist-Vergleich erfolgen?

 

Dies ist abhängig von:

  • Unternehmensgröße

  • Dynamik des Geschäfts

  • Liquiditätssituation

Typisch sind:

  • monatliche Plan-Ist-Vergleiche

  • rollierende Forecasts

In kritischen Phasen auch:

  • wöchentlich auf Liquiditätsebene

Diese Webseite beschreibt, wie einfach die Erstellung von Budgetplänen und regelmäßigen Forecasts auch in KMU mit limitierten Ressourcen realisiert werden können: www.companyon.de/planung_einleitung

Dieser Link führt Sie zu einem Blogbeitrag, der sich speziell der integrierten Unternehmensplanung widmet, bei der die drei zentralen Finanzbereiche eines Unternehmens (Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Liquidität) inhaltlich und rechnerisch miteinander verknüpft geplant werden: www.companyon.de/blog/was-versteht-man-unter-einer-integrierten-unternehmensplanung


 

Technische Unterstützung: Warum Tools entscheidend sind

 

Manuell erstellte Plan-Ist-Vergleiche:

  • sind zeitaufwendig

  • fehleranfällig

  • schwer skalierbar

Digitale Lösungen ermöglichen:

  • automatische Aktualisierung

  • konsistente Datenbasis

  • integrierte Sicht auf GuV, Cashflow und Liquidität

Das erhöht Geschwindigkeit und Qualität der Entscheidungen. Zahlreiche Unternehmen realisieren ihr Controlling-System noch auf Basis von Excel. Dieser Blogbeitrag beschreibt, warum dies mit unnötigem Aufwand und hohen Risiken verbunden ist: www.companyon.de/blog/warum-excel-in-der-unternehmensplanung-an-seine-grenzen-stoesst

Diese Webseite erklärt eine Software speziell für KMU, die aus den Buchhaltungsdaten und den Plänen automatische Soll-Ist-Analysen und aktualisierte Prognosen (inklusive einer Liquiditätsprognose) erstellt: www.companyon.de


 

Merksätze für die Praxis

  • Abweichungen sind Informationen, keine Fehler

  • Ursachenanalyse ist wichtiger als Zahlenvergleich

  • Ohne Liquidität ist kein Plan-Ist-Vergleich vollständig

  • Gute Vergleiche verbessern Forecasts und Entscheidungen


Fazit

Der Plan-Ist-Vergleich ist eines der wirkungsvollsten Instrumente im Controlling –
wenn er richtig genutzt wird.

Unternehmen, die:

  • Abweichungen verstehen

  • Zusammenhänge erkennen

  • Planung und Realität systematisch verknüpfen

treffen bessere Entscheidungen, reagieren früher und steuern ihr Geschäft aktiver.

Das StaRUG schreibt KMU eine Liquiditätsplanung vor.

Das StaRUG schreibt KMU eine Liquiditätsplanung vor.

Einführung: Warum das StaRUG die Liquiditätsplanung auch in KMU erforderlich machtBereits seit dem 1. Januar 2021 ist das Gesetz über den...

Read More
Typische Fehler bei der Liquiditätsplanung von KMU

Typische Fehler bei der Liquiditätsplanung von KMU

Typische Fehler bei der Liquiditätsplanung von KMU {% icon icon_set="fontawesome-6.4.2" name="Teamspeak" style="REGULAR" height="64"...

Read More
BWA 2: Kostentreiber erkennen, Kosten steuern

BWA 2: Kostentreiber erkennen, Kosten steuern

BWA 2: Kostentreiber erkennen, Kosten steuern

Read More