Controlling Kennzahlen

Eine Beschreibung aller Kennzahlen, die im Kennzahlen-Modul automatisch generiert werden.

 

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Companyon Controlling Software | Kennzahlen

Auf dieser Seite finden Sie eine Beschreibung aller Kennzahlen, die Ihnen Companyon im  Kennzahlen-Modul  standardmäßig zur Verfügung stellt. 

Da dies ganz schön viele sind, können Sie diese im linken Akkordeonmenü zusätzlich nach Kategorien filtern.

 

Bilanzkennzahlen

Anlagenintensität

Die Anlageintensität lässt den Anteil der wesentlichen Vermögensposten am Gesamtvermögen erkennen.

Das Anlagevermögen setzt sich aus immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen und Finanzanlagen zusammen.

Die Anlagenintensität gibt Aufschluss darüber, wie wirtschaftlich der Einsatz der Anlagegüter ist. In der Regel gilt: Bei einer hohen Anlagenintensität wird ein hoher Anteil des Eigenkapitals bzw. des langfristigem Fremdkapitals am Gesamtkapital verlangt. Die Intensitätskennzahlen lassen Rückschlüsse über die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens in der Expansion und in der Rezession zu. Das Vermögensrisiko kann somit besser beurteilt werden.

Eine hohe Anlagenintensität sagt ebenfalls aus, dass das Unternehmensrisiko wächst, da die Flexibilität des Unternehmens dadurch abnimmt. (Quelle: H. Vollmuth/ R. Zwettler, Kennzahlen Taschenguide, 3. Auflage, 2016, S. 53)

 

Formel

Anlagenintensität = (Anlagevermögen / Gesamtvermögen) * 100

 

 

Eigenkapitalrentabilität (ROE)

Die Eigenkapitalrentabilität (auch Eigenkapitalrendite bzw. ROE: Return on Equity) gibt an, wie viel Prozent des Gewinns auf das eingesetzte Eigenkapital entfallen. Sie bezeichnet damit die "Verzinsung" des eingesetzten Eigenkapitals durch den Einsatz des Kapitals im Unternehmen. 

Eine Eigenkapitalrentabilität von 20 % besagt, dass ein Unternehmen auf ein eingesetztes Eigenkapital von 1 Mio. € einen Gewinn von 200.000 € erzielt (siehe die Formel unten).

Das Ziel jedes Unternehmens sollte sein, dass die Rendite über dem Kapitalmarktzins zuzüglich einer branchenabhängigen Risikoprämie liegt.

Aufgrund des Leverage-Effekt muss bei der Eigenkapitalrentabilität ebenfalls auf den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital geachtet werden. (Quelle: H. Vollmuth/ R. Zwettler, Kennzahlen Taschenguide, 3. Auflage, 2016, S. 80).

Die Eigenkapitalrentabilität unterscheidet sich stark von Branche zu Branche, daher wird sie häufig zum Vergleich mit anderen Unternehmen innerhalb einer Branche eingesetzt. Im Allgemeinen gilt: Je höher die Eigenkapitalrentabilität, umso besser ist die Bewertung des Unternehmens. 

 

Formel

Eigenkapitalrentabilität (ROE) = (Ergebnis nach Steuern / Eigenkapital) * 100

 

 

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote gilt als eine der wichtigsten Kennzahlen, denn sie drückt den Grad der finanziellen Unabhängigkeit bzw. der Eigenfinanzierung aus. Sie beschreibt den Anteil des Eigenkapitales am Gesamtkapital des Unternehmens. 

Sie unterstützt Investoren oder potenzielle Kreditgeber bei der Beurteilung der Bonität eines Unternehmens.

Es gilt: Je höher der Anteil an Eigenkapital ausfällt, desto weniger Fremdkapital ist im Unternehmen vorhanden. Also zeigen Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalquote, dass sie in der Lage sind, stabil und solide zu wirtschaften (Quelle: H. Vollmuth/ R. Zwettler, Kennzahlen Taschenguide, 3. Auflage, 2016, S. 58). Die Eigenkapitalquote drückt ebenfalls aus, dass die Liquidität des Unternehmens gesichert ist, also keine Zahlungsengpässe zu erwarten sind und größere Verluste verkraftet werden können, ohne Insolvenz anmelden zu müssen. Gerade in Zeiten von Corona ist die Bedeutung dieser Kennzahl noch stärker angestiegen.

 

Formel

Eigenkapitalquote = (Eigenkapital / Gesamtkapital) *100

 

 

Forderungsintensität

Die Forderungsintensität gibt Aufschluss darüber, welchen Anteil die Forderungen aus Lieferung und Leistung am Gesamtvermögen haben.

Die Analyse hilft bei der Beurteilung der Vermögensverteilung eines Unternehmens. Sollten hohe Forderungen gegenüber fremden Unternehmen bestehen, führt dies zu einer hohen Forderungsintensität.

Die Höhe dieser Kennzahl stellt das Forderungsmanagement eines Unternehmens dar. Ist die Forderungsintensität hoch, kann auf ein schlechtes Forderungsmanagement geschlosssen werden. Eine weitere Möglichkeit kann eine schlechte Rechnungsstellung bzw. eine schlechte Verhandlung der Zahlungskonditionen sein. Je geringer die Forderungsintensität eines Unternehmens ist, umso besser wirtschaftet das Unternehmen.

 

Formel

Forderungsintensität = (Forderungen aus L. u. L. / Gesamtvermögen) * 100

 

 

Fremdkapitalquote

Die Fremdkapitalquote ist das Gegenstück zur Eigenkapitalquote und gibt somit das prozentuale Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital an.

In der Jahresabschlussanalyse gibt die Fremdkapitalquote Erkenntnisse über die Vermögenslage eines Unternehmens an. Sie beschreibt die Kapitalstruktur des Unternehmen und ist damit ein Indikator für dessen unternehmerische Lage. Die Abhängigkeit eines Unternehmens von Fremdkapitalgebern steigt mit dem Wachstum der Fremdkapitalquote.

Eine hohe Fremdkapitalquote sagt zusätzlich aus, dass höhere Zins- und Tilgungszahlungen anfallen, die durch den Umsatz beglichen werden müssen und in Folge dessen den Gewinn mindern. Eine niedrigere Fremdkapitalquote sagt aus, dass der Unternehmer mögliche Verluste besser abfangen kann und somit besser für eventuelle Krisen (z.B. Corona-Krise) gerüstet ist.

 

Formel

Fremdkapitalquote = (Fremdkapital / Gesamtkapital) * 100

 

 

Rückstellungsquote

Die Rückstellungsquote stellt den prozentualen Anteil der Rückstellungen am Gesamtkapital dar.

Sie gibt an, mit welchem Anteil das Unternehmen durch Rückstellungen finanziert ist. Generell gelten Rückstellungen als Verbindlichkeiten, die hinsichtlich ihrer Höhe oder ihres Auftretens ungewiss sind, aber mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wirksam werden. Wenn die Rückstellungen lange nicht in Anspruch genommen wurden, kann dieses Kapital entsprechend verzinst werden. Die Rückstellungsquote ermöglicht gemeinsam mit anderen Finanz-Kennzahlen eine Aussage zur Kapitalstruktur eines Unternehmens.

 

Formel

Rückstellungsquote = (Rückstellungen / Gesamtkapital) * 100

 

 

Selbstfinanzierungsquote

Die Selbstfinanzierungsquote stellt das Verhältnis der Gewinnrücklagen zum gesamten Eigenkapital dar.

Damit beschreibt der Selbstfinanzierungsquote das Ausmaß der "Finanzierung aus eigener Kraft" des Unternehmens. Eine hohe Selbstfinanzierungsquote deutet darauf hin, dass die Eigenkapitalfinanzierung im Wesentlichem durch Gewinnthesaurierung und weniger durch die Außenfinanzierung (z.B. Kapitalerhöhung) vorgenommen wurde.

Dadurch herrscht für das Unternehmen eine gewisse Unabhängigkeit von externen Kapitalgebern.

 

Formel

Selbstfinanzierungsquote = (Gewinnrücklagen / Eigenkapital) * 100

 

 

Umlaufintensität

Die Umlaufintensität setzt das Umlaufvermögen eines Unternehmens ins Verhältnis zum Gesamtkapital.

Dadurch erfährt der Unternehmer, wie lange das Umlaufvermögen im Unternehmen verweilt. Besteht eine hohe Umlaufintensität, lässt sie darauf schließen, dass das Unternehmen sich in einem stärkerem Umfang mit kurzfristigem Fremdkapital finanzieren lassen kann, da das Umlaufvermögen in der Regel eine kurze Verweildauer im Unternehmen hat.

Ebenfalls kann der Unternehmer auf konjunkturelle Veränderungen und auch auf eine Veränderung der Beschäftigungslage schnell reagieren.

Die Umlaufintensität kann als Indiz verwendet werden, dass ein guter Umgang mit den vorhandenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt ist.

 

Formel

Umlaufintensität = (Umlaufvermögen / Gesamtvermögen) * 100

 

 

Verschuldungsgrad

Der Verschuldungsgrad ist eine Alternative zur Fremdkapitalquote, er informiert das Unternehmen über die Kapital- bzw. Finanzierungsstruktur.

Durch die laufende Aufnahme von Krediten erhöht sich der Verschuldungsgrad. Das hat zur Folge, dass das Risiko steigt und es schwieriger wird, neue Kredite zu erhalten. Der Trend in Deutschland geht dahin, dass der Verschuldungsgrad eher zunimmt. Es existieren jedoch erhebliche Unterschiede in den einzelnen Branchen (Quelle: H. Vollmuth/ R. Zwettler, Kennzahlen Taschenguide, 3. Auflage, 2016, S. 58).

Im Gegensatz zur Fremdkapitalquote erfolgt die Bewertung der Schulden immer in Relation zum Eigenkapital. Treten bestimmte Renditebedingungen ein, kann ein höheres Fremdkapital auch zu einer höheren Eigenkapitalrentabilität führen, wenn der Leverage-Effekt greift.

 

Formel

Verschuldungsgrad = (Fremdkapital / Eigenkapital) * 100

 

 

Erfolgskennzahlen

EBIT-Marge

Die EBIT-Marge dient zur Ermittlung der Ertragskraft eines Unternehmens. Eine andere Bezeichnung der EBIT-Marge ist das operative Ergebnis. Man kann sie auch als großen Bruder der "normalen" Marge bzw. Handelsspanne bezeichnen.

Hinter EBIT verstecken sich die Wörter "Earnings Before Interest and Taxes" und bedeutet übersetzt "Gewinn vor Zinsen und Steuern". Dies heißt, dass sowohl Zinsen als auch Steuern unberücksichtigt bleiben, sie sind in der EBIT-Marge noch enthalten.

Die EBIT-Marge stellt also das Verhältnis des EBIT zu den Umsatzerlösen dar. Je höher die Prozentzahl, desto profitabler ist das Unternehmen. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form der Umsatzrentabilität und wird häufig angewendet, um Unternehmen besser miteinander vergleichen zu können. Der internationale Vergleich spielt hierbei eine große Rolle, da die national unterschiedlichen Größen wie Steuern und Zinsen nicht berücksichtigt werden.

 

Formel

EBIT-Marge = (EBIT / Umsatzerlöse) * 100

 

 

 

Gesamtkapitalrentabilität

Die Gesamtkapitalrentabilität gibt die "Verzinsung" des insgesamt im Unternehmen investierten Kapital an.

Schaut man auf die Beurteilung eines Unternehmens ist die Gesamtkapitalrentabilität aussagefähiger als die Eigenkapitalrentabilität. Folglich setzt sich das Gesamtkapital aus dem Eigen- und dem Fremdkapital zusammen. Neben dem Gewinn müssen ebenfalls die Zinsen berücksichtigt werden, die für das eingesetzte Fremdkapital bezahlt werden, da sie den Gewinn in der GuV reduzieren. Die Summe aus dem Gewinn und der Fremdkapitalzinsen wird als Kapitalgewinn bezeichnet. (Quelle: H. Vollmuth/ R. Zwettler, Kennzahlen Taschenguide, 3. Auflage, 2016, S. 82)

 

Formel

Gesamtkapitalrentabilität = ((Gewinn + Fremdkapitalzinsen) / Gesamtkapital) * 100

 

 

Rohertragsmarge

Die Rohertragsmarge sagt aus, wie viel Prozent der Umsätze als Rohertrag zur Verfügung stehen. Man spricht auch von der Handelsspanne.

Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen, wie kosteneffizient ein Unternehmen produziert. Die Entwicklung der Rohertragsmarge kann Aufschluss darüber geben, wie sich die Beschaffungspreise eines Unternehmens verändern bzw. wie groß das Kostensenkungspotenzial ist, falls sich die Wettbewerbssituation verschärft.

 

Formel

Rohertragsmarge = (Rohertrag / Umsatzerlöse) * 100

 

 

Return on Investment (ROI)

Der ROI (auch Kapitalrendite) ist eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Ertragslage eines Unternehmens. Sie erlaubt die Analyse der Rentabilität des Kapitaleinsatzes und gibt das Verhältnis des gesamten investierten Kapitals und des Umsatzes zum Gewinn an.

Die hohe Aussagekraft im Hinblick auf die Rentabilität bzw. die Ertragskraft des Unternehmens entsteht dadurch, weil er sich aus zwei Erfolgsfaktoren zusammensetzt. Somit erlaubt der ROI gleichzeitig Rückschlüsse auf die Ursachen für die Verschlechterung oder die Verbesserung der Rentabilität.

Ein weiterer Vorteil des ROI ist die Unabhängigkeit von der Größe des betrachteten Geschäftsbereiches. Damit ermöglicht er einen Vergleich zwischen unterschiedlich großen Unternehmen oder Bereichen.

Die Kennzahl findet häufig in der Unternehmenssteuerung Anwendung. Geplante oder vollzogene Entscheidungen im Unternehmen können durch den ROI auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Anhand dieser Kennzahl lässt sich eine Zielhierarchie entsprechend des ROI der einzelnen Ziele und Maßnahmen aufbauen.

 

Formel

Return on Investment (ROI) = (EBIT / Gesamtkapital) *100

 

 

Steuerquote

Die Steuerquote beschreibt die Steuerbelastung eines Unternehmens.

Die Belastung der Unternehmen durch Steuern ist aufgrund regionaler und nationaler Unterschiede allerdings unterschiedlich stark, diese müssen beim Vergleich der Kennzahlen berücksichtigt werden.

Mit der Steuerquote wird berechnet, wie viel Prozent vom Jahresergebnis vor Steuern für die Steuern veranschlagt werden. Je höher die Steuerquote ist, desto höher ist die finanzielle Belastung (im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern) für Unternehmen durch die Steuerabgaben.

 

Formel

Steuerquote = (Ertragsteuern / Ergebnis nach Steuern + Ertragsteuern) * 100

 

 

Liquiditätskennzahlen

Deckungsgrad I

Der Deckungsgrad I (= Anlagendeckungsgrad I) gibt Auskunft darüber inwieweit das Anlagevermögen durch das Eigenkapital finanziert werden kann.

Langfristiges Vermögen sollte auch langfristig finanziert sein. Der Anlagendeckungsgrad I ermöglicht die Analyse der horizontalen Bilanzstruktur (Liquiditätsanalyse). Er kann auch unter 100% liegen, da zu diesem das langfristige Fremdkapital nicht hinzugezogen wird.

In erster Linie ist diese Kennzahl für Gläubiger eines Unternehmens interessant. Man geht davon aus, dass bei einem hohen Anlagedeckungsgrad I ein geringes Ausfallrisiko für die Gläubiger besteht.

 

Formel

Anlagendeckungsgrad I = (Eigenkapital / Anlagevermögen) * 100

 

 

Debitorenlaufzeit

Die Debitorenlaufzeit wird aus dem durchschnittlichen Forderungsbestand und dem Zeitraum ermittelt, der zwischen einer Rechnungserstellt und dem Zahlungseingang liegt.

Sie weist die durchschnittliche Dauer aus, bis die Debitoren (Kunden) ihre Rechnung bezahlen. Die Debitorenlaufzeit hat Einfluss auf die Liquidität eines Unternehmens, da bei einer späten Zahlung der Rechnung auch die Liquidität später anwächst. Daher ist es wichtig, dass die Debitorenlaufzeit so kurz wie möglich gehalten wird. Wenn die Zahlungsfristen der Lieferanten kürzer als die Forderungslaufzeit der Kunden und die Durchlaufzeit eines Auftrages ab Wareneingang des Lieferanten weitere Wochen dauert, kann das Unternehmen ein Problem mit der Vorfinanzierung der Aufträge und der Sicherung der Liquidität bekommen.

 

Formel

Debitorenlaufzeit = (Forderung aus L. u. L. / Umsatzerlöse) * 360

 

 

Kapitalumschlag

Der Kapitalumschlag (= Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals) veranschaulicht wie häufig sich das gesamte Kapital innerhalb einer Periode umgeschlagen hat.

Sie entspricht immer der Umschlagshäufigkeit des Gesamtvermögens. Je höher die Umschlagshäufigkeit ausfällt, desto schneller fließt das Kapital wieder in das Unternehmen und desto weniger Kapital ist im Unternehmen erforderlich. Beispielsweise bedeutet eine Umschlagshäufigkeit von zwei, dass ein Unternehmen für jeden als Kapital eingesetzten Euro einen Umsatz von zwei Euro erwirtschaftet. Als Unternehmen sollte man eine stetige Verbesserung der Umschlagshäufigkeit anstreben.

 

Formel

Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals = (Umsatzerlöse / Gesamtkapital)

 

 

Kreditorenumschlag

Der Kreditorenumschlag (= Umschlagshäufigkeit der Kreditoren) sagt aus, in welchem Zeitraum die Verbindlichkeiten bezahlt werden und dient somit als Informationsquelle für die Liquidität eines Unternehmens.

Daher handelt es sich um eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl, mit deren Hilfe die Bewertung eines Unternehmens erfolgt. Diese Kennzahl gibt an, wie oft ein Umschlag der Verbindlichkeiten über den Einsatz von Waren möglich ist. Bei einer Senkung der Umschlagshäufigkeit der Kreditoren kann dies ein Indiz dafür sein, dass die Liquiditätssituation sich verschlechtert hat. Ebenfalls kann es sein, dass die Zahlungsziele nun besser ausgenutzt werden. Das bedeutet, dass die Senkung der Umschlagshäufigkeit der Kreditoren nicht immer negativ belastet sein muss.

 

Formel

Umschlagshäufigkeit der Kreditoren = (Materialaufwand / jährl. durchschnitt. Verbindlichkeiten aus L. u. L)

 

 

Personalkennzahlen

Personalintensität

Die Personalintensität stellt das Verhältnis von Personalaufwendungen zur Gesamtleistung des Unternehmens auf.

Ein niedriger Wert weist auf eine gute Auslastung der vorhandenen Arbeitskraft oder eine hohe Rationalisierung hin. Ein hoher Wert wiederum könnte ein Indiz für einen ungünstigen Tarifabschluss oder ungenutzte Potentiale zur Effizienzsteigerung sein.

Der Vorteil in dieser Kennzahl liegt darin, dass Rationalisierungspotentiale leichter erkennbar sind. Allerdings muss die Personalintensität stark branchenspezifisch betrachtet werden muss, da sie ansonsten keine aussagefähigen Ergebnisse darstellen kann.

 

Formel

Personalintensität = (Personalaufwand / Gesamtleistung) * 100

 

 

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