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Die BWA sinnvoll & komfortabel zur Unternehmenssteuerung einsetzen
Im digitalen Zeitalter ist die Bedeutung einer effizienten Unternehmenssteuerung und eines zielführenden Controllings unbestreitbar geworden. Mit der...
Liquiditätsengpässe kündigen sich frühzeitig an
Gewinn schützt nicht vor Zahlungsproblemen
Operativer Cashflow ist ein zentrales Warnsignal
Working Capital wird häufig unterschätzt
Frühwarnsysteme ermöglichen rechtzeitiges Gegensteuern
Ein Liquiditätsengpass tritt in der Regel nicht überraschend auf.
In den meisten Fällen gibt es frühe Hinweise, die jedoch übersehen oder falsch interpretiert werden.
Der Grund:
Viele Unternehmen steuern primär über Umsatz und Ergebnis – nicht über Liquidität.
Dabei gilt:
Zahlungsunfähigkeit ist fast immer das Ergebnis eines nicht erkannten Liquiditätsrisikos.
Ein Liquiditätsengpass liegt vor, wenn ein Unternehmen:
fällige Zahlungsverpflichtungen
nicht mehr vollständig oder nicht mehr fristgerecht
aus verfügbaren liquiden Mitteln erfüllen kann
Entscheidend ist:
der Zeitpunkt der Zahlung
nicht die Ertragslage des Unternehmens
Dieser Beitrag differenziert die Begriffe Gewinn, Cashflow und Liquidität: zum Beitrag
Ein besonders kritisches Signal ist:
steigender Gewinn
bei gleichzeitig sinkendem operativen Cashflow
Das bedeutet:
Umsätze werden zwar erzielt
Geld fließt jedoch verzögert oder gar nicht
Häufige Ursachen:
lange Zahlungsziele
steigende Forderungen
wachsendes Working Capital
Der operative Cashflow ist der verlässlichste Indikator für die Fähigkeit eines Unternehmens, sich selbst zu finanzieren.
Genauere Darstellung des operativen Cashflows als Indikator:
Der operative Cashflow (OCF) zeigt, wie viel liquide Mittel aus dem Kerngeschäft erwirtschaftet werden. Damit ist er besonders geeignet, um zu beurteilen, ob ein Unternehmen:
laufende Kosten decken kann
Investitionen aus eigener Kraft finanzieren kann
Zinsen und Tilgungen bedienen kann
unabhängig von externer Finanzierung ist
Im Vergleich zu Gewinnkennzahlen ist der OCF:
weniger manipulationsanfällig (keine Abschreibungen, keine Bewertungsspielräume)
liquiditätsnah und damit realitätsnäher
besser geeignet als EBITDA oder Jahresüberschuss, wenn es um Zahlungsfähigkeit geht
In diesem Sinne ist er tatsächlich einer der verlässlichsten Indikatoren für Selbstfinanzierungskraft.
Ganz allein reicht der operative Cashflow aber nicht aus:
Investitionsbedarf fehlt
Hoher OCF + noch höhere Investitionen ⇒ keine echte Selbstfinanzierung
Deshalb ist der Free Cashflow (OCF – CapEx) oft aussagekräftiger
Working-Capital-Effekte
Kurzfristige Effekte (z. B. spätere Lieferantenzahlungen) können den OCF verzerren
Besonders relevant bei wachsenden Unternehmen
Zyklische Geschäftsmodelle
In manchen Branchen schwankt der OCF stark
Ein einzelnes Jahr kann in die Irre führen
Keine Aussage zur Struktur
Der OCF sagt nichts darüber, wie nachhaltig oder risikobehaftet das Geschäftsmodell ist
Wenn Forderungen schneller wachsen als der Umsatz, ist Vorsicht geboten.
Mögliche Gründe:
verlängerte Zahlungsziele
nachlassende Zahlungsmoral
fehlendes Forderungsmanagement
Auswirkungen:
Liquidität wird gebunden
Finanzierungslücken entstehen
Dieses Signal wird häufig unterschätzt, da es bilanzwirksam, aber nicht unmittelbar erfolgswirksam ist.
Steigende Lagerbestände:
binden Kapital
belasten die Liquidität
verbessern kurzfristig weder Cashflow noch Ergebnis
Besonders kritisch bei:
wachsenden Unternehmen
sinkender Umschlagshäufigkeit
Ein hoher Lagerbestand ist kein Sicherheitsfaktor, sondern oft ein Liquiditätsrisiko.
Wenn Kreditlinien:
dauerhaft oder zunehmend
nahe an der Grenze genutzt werden
ist das ein klares Warnsignal.
Problematisch ist insbesondere:
wenn Kreditlinien operative Liquidität ersetzen
statt Investitionen zu finanzieren
Das Unternehmen wird abhängig von externer Finanzierung – bei sinkender Flexibilität.
Typische Symptome:
spätere Lieferantenzahlungen
gestundete Steuerzahlungen
Verhandlungen über Zahlungsziele
Diese Maßnahmen verschaffen kurzfristig Luft,
sind aber kein nachhaltiges Liquiditätsmanagement.
Ein zentrales organisatorisches Warnsignal ist:
Liquiditätsplanung fehlt
oder wird nicht regelmäßig aktualisiert
Ohne Planung:
werden Engpässe erst erkannt, wenn sie akut sind
fehlen Entscheidungsgrundlagen
Die Liquiditätsplanung ist kein Kriseninstrument, sondern ein permanenter Steuerungsprozess.
Ergänzende Links:
Investitionen werden häufig anhand von:
strategischem Nutzen
Ergebniswirkungen
bewertet – aber nicht ausreichend anhand:
der Liquiditätswirkung
Typische Folge:
Abschreibungen entlasten die GuV
Auszahlungen belasten sofort die Liquidität
Ergänzende Links:
Häufige Gründe:
Fokus auf Ergebniskennzahlen
fehlende Transparenz
operative Überlastung
trügerische Sicherheit durch Gewinne
Liquiditätsprobleme sind unangenehm –
deshalb werden Warnsignale oft verdrängt.
Hinweis: In speziellen Software-Tools wie z.B. von Companyon (www.companyon.de) ist es auch für Geschäftsführer von KUM einfach möglich, das Budget zu planen und daraus automatisch eine Liquiditätsplanung und -prognose zu erstellen. Ein Hinweis gibt die folgende Webseite: https://www.companyon.de/planung_einleitung
rollierend
zahlungsstrombasiert
realistisch
operativer Cashflow als Kernkennzahl
nicht nur Jahres-, sondern Monatsbetrachtung
Forderungen
Verbindlichkeiten
Lagerbestände
GuV, Liquidität und Bilanz gemeinsam betrachten
Liquiditätsengpässe kündigen sich früh an
Gewinn schützt nicht vor Zahlungsproblemen
Cashflow ist wichtiger als Ergebnis
Planung schafft Handlungsspielraum
Liquiditätsengpässe entstehen selten plötzlich.
Sie sind fast immer das Ergebnis nicht erkannter oder ignorierter Frühwarnsignale.
Unternehmen, die:
Liquidität aktiv steuern
Cashflow ernst nehmen
integriert planen
erkennen Risiken früher und gewinnen Sicherheit.
Liquidität ist kein Randthema –
sie entscheidet über die Handlungsfähigkeit des Unternehmens.
Wie früh lassen sich Liquiditätsengpässe erkennen?
Oft mehrere Monate im Voraus – vorausgesetzt, Cashflow und Liquidität werden aktiv überwacht.
Reicht eine GuV zur Steuerung aus?
Nein. Die GuV zeigt Erfolg, nicht Zahlungsfähigkeit.
Welche Kennzahl ist am wichtigsten?
Der operative Cashflow in Verbindung mit einer rollierenden Liquiditätsplanung.
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