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Claas Eimer
:
07.01.2026
Das "Working Capital" beschreibt die im operativen Geschäft gebundene Liquidität
Es ergibt sich aus dem "Umlaufvermögen minus kurzfristigen Verbindlichkeiten"
Steigendes Working Capital bindet Liquidität
Besonders Wachstum erhöht häufig den Liquiditätsbedarf
Aktives Working-Capital-Management verbessert den Cashflow und die Steuerbarkeit
Viele Unternehmen konzentrieren sich in ihrer Steuerung auf:
Umsatz
Ergebnis
Kosten
Der Liquiditätseffekt des operativen Geschäfts wird dabei häufig unterschätzt.
Genau hier setzt das Working Capital an.
Working Capital erklärt, warum profitable Unternehmen dennoch unter Liquiditätsdruck geraten können.
Working Capital (deutsch: Nettoumlaufvermögen) bezeichnet das Kapital,
das im laufenden operativen Geschäft gebunden ist.
Working Capital = Umlaufvermögen – kurzfristige Verbindlichkeiten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vorräte (Lagerbestände)
Liquide Mittel
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
kurzfristige Kredite
sonstige kurzfristige Verpflichtungen
Das Working Capital zeigt, wie viel Kapital das Unternehmen vorfinanzieren muss,
um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.
Ein steigendes Working Capital bedeutet in der Regel:
höhere Kapitalbindung
geringere frei verfügbare Liquidität
Typische Treiber sind:
längere Zahlungsziele bei Kunden
steigende Lagerbestände
sinkende Zahlungsziele bei Lieferanten
Das operative Geschäft wird liquiditätsintensiver.
Wachstum wird oft als rein positives Signal interpretiert.
Liquiditätsseitig kann Wachstum jedoch kritisch sein.
Typisches Szenario:
Umsätze steigen
Forderungen steigen
Lagerbestände wachsen
Liquiditätsbedarf erhöht sich
➡️ Wachstum erhöht häufig das Working Capital – und damit den Finanzierungsbedarf.
Working Capital ist keine Erfolgskennzahl, sondern eine Bestandsgröße.
Cashflow misst Zahlungsströme
Working Capital misst Kapitalbindung
Ein Anstieg des Working Capital:
reduziert den operativen Cashflow
ohne die GuV zu beeinflussen
Gerade deshalb ist Working Capital ein zentraler Erklärungsfaktor für Liquiditätsengpässe.
steigende Außenstände
ineffizientes Forderungsmanagement
hohe Sicherheitsbestände im Lager
fehlende Transparenz über Zahlungsziele
Diese Risiken sind häufig strukturell und werden nicht kurzfristig erkannt.
klare Zahlungsziele
konsequentes Mahnwesen
transparente Kundenstruktur
Reduktion von Überbeständen
bessere Bedarfsplanung
höhere Umschlagshäufigkeit
Verhandlung angemessener Zahlungsziele
Abstimmung mit dem Liquiditätsbedarf
Working Capital entfaltet seinen Nutzen erst, wenn es:
in die Liquiditätsplanung
und in die integrierte Unternehmensplanung
eingebunden ist.
Nur so werden:
zeitliche Effekte
Wechselwirkungen mit GuV und Bilanz
transparent und steuerbar.
Dieser Blogbeitrag beschreibt die integrierte Planung ausführlicher: https://www.companyon.de/blog/was-versteht-man-unter-einer-integrierten-unternehmensplanung
Working Capital bindet Liquidität
Wachstum erhöht häufig den Finanzierungsbedarf
Cashflow leidet durch steigendes Working Capital
Steuerung erfordert Transparenz und Planung
Working Capital ist ein zentraler Hebel der Liquiditätssteuerung.
Es erklärt, warum selbst profitable Unternehmen in Liquiditätsprobleme geraten können.
Unternehmen, die:
ihr Working Capital aktiv steuern
Zahlungsströme verstehen
integriert planen
gewinnen Liquidität, Sicherheit und Handlungsspielraum.
Ist ein hohes Working Capital gut oder schlecht?
Weder noch. Entscheidend ist, ob es zum Geschäftsmodell passt und finanzierbar ist.
Kann Working Capital negativ sein?
Ja, z. B. bei Geschäftsmodellen mit Vorauszahlungen.
Wie oft sollte Working Capital analysiert werden?
Regelmäßig – mindestens im Rahmen der Liquiditätsplanung.
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